100% werbefrei

Gehen Sie weiter, hier gibts nix zu sehen

24. May 2009
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Twitter und Facebook machen extrem blogfaul. Zumindest ist das bei mir so. Es könnte auch daran liegen, dass ich beruflich derzeit so viel zu tun habe oder dass ich noch nicht wirklich einen guten Offline-Client für Wordpress gefunden habe.

Auf jeden Fall empfehle ich dem geneigten Leser, der sich für mein Leben interessiert, an anderen Stellen zu suchen.

Schlechter Stil

28. January 2009
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Manchmal könnte ich einfach nur kotzen.

Das passiert mir selten, aber insbesondere, wenn Jungs nicht den Mumm haben, eine gerade aktuelle Beziehung zu beenden, bevor sie sich neu verlieben. Oder wenigstens dann kurz nachdem sie’s gemerkt haben, die Beziehung beenden.

Oder nicht einmal dafür sorgen, dass ihre neue Freundin nicht der Welt auf die Nase bindet, dass die Ex-Freundin ca. anderthalb Monate hintergangen wurde.

Aber, das zeigt mir wieder: gutes Benehmen ist und bleibt nunmal Glückssache und der tollste Rechnerpark und die tollsten job descriptions helfen nix, wenn man einfach keine Ahnung hat, welchen Content man lieber nicht ins große weite Web2.0 herausposaunen sollte.

Und jetzt werf’ ich besser mal n paar Leute aus meinem Feedreader raus. Und nein, Ihr müsst diesen Blogpost nicht verstehen.

Web 2.0 Terror

21. January 2009
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Ich werde langsam alt. Das merke ich insbesondere daran, dass ich das Internet schon gefühlte 10 Jahre verwendet habe, bevor mein aktuelles Unwort aufkam. Zu diesen Zeiten verwendete man noch Suchmaschinen wie Hotbot oder AltaVista, wählte sich neben dem ISP auch noch via Modem in Mailboxen ein und ungefähr zu dieser Zeit ging Google online.

Ich kann mich also noch an Zeiten erinnern, zu denen Menschen, die HTML schreiben konnten (und ja, ich meine die vier Buchstaben), als Webdesigner mittlere vierstellige Monatsgehälter bei dotcom Firmen abgegriffen haben und mir Praktikantengehälter angeboten wurden, die deutlich über dem derzeitigen durchschnittlichen Absolventeneinstiegsgehalt von FH-Studenten liegen. 

Leider scheint man aus der Vergangenheit nicht gelernt zu haben und auch derzeit grassiert wieder eine unheimliche Volksverdummung in der IT.

Es begann recht unspektakulär mit dem Begriff Blogosphäre (zu dem Zeitpunkt habe ich das, was man landläufig inzwischen bloggen nennt, schon ca. ein Jahr betrieben) und Menschen, die sich selbst als Blogger bezeichneten.

Weiter ging es mit Leuten, die von social communities sprachen und als dann wieder nach der großen dotcom Pleite langsam aber sicher Geld in der IT zu holen war, ging es mit social communites und user based content weiter.

Inzwischen sind wir im zweiten oder dritten Internetzeitalter angekommen, dass von Webworkern mit fragwürdigem Ausbildungshintergrund, sich selbst viel zu ernst nehmenden Web2.0 Mädchen, die CSS “programmieren” und 19jährigen SEO-”Experten” nur so wimmelt.

Niemand dieser Personen kann trennscharf und sauber definieren, was denn hinter user based content, Communities, sozialen Netzwerken und allen Technologien rund um rich internet applications steckt und wofür der von dieser Zielgruppe aber gern bis zum Bersten strapazierte Web2.0 Begriff denn wirklich steht. Aber, es ist bestimmt sehr wichtig und total trendy. Und klar, man kann auch gutes Geld damit machen.

Auch ich maße mir eine Definition nicht an, aber ich bezeichne mich auch nicht als Web 2.0 Experte. Doch, Web 2.0 klingt sehr hip, agil, neu. Das muss man unbedingt haben und ein, zwei erfolgreiche Beispiele zeigen dann auch ganz schnell, dass man mit ein bisschen Venture Capital auch ganz ohne gute und neue Ideen schnell zu Geld kommen kann.

Doch, leider ist es nicht so einfach und derzeit zerplatzt – gottseidank oder leider – die eine oder andere Blase.

Ein Weblog macht noch kein Web2.0 aus, und nur weil ich Belanglosigkeiten in twitter tippe, heißt das auch noch nicht, dass ich besonders trendy bin.

Allerdings sehen das die oben beschriebenen Web2.0-It-Boys und -Girls doch stark anders und finden sich selbst und ihre Netzwerke und Hypes massiv spannend. Da werden Businesspläne rund um die x-te social community geschmiedet, wird die Emanzipation via twitter und Xing auf den Kopf gestellt, werden Web 2.0 Frauenabende und twitterlesungen veranstaltet und Werkzeuge zum Selbstzweck umgemodelt.

Ich rege mich darüber auf, dass Menschen über ein 140 Zeichen-Broadcast-Kommunikationsmedium gefühlte 140 Fragen beantworten, sich aber offenbar noch nie Gedanken darüber gemacht haben, was sie mit einem 140-Zeichen-Broadcast-Werkzeug denn eigentlich bezwecken wollen. 

Nicht wütend, vielmehr traurig macht mich aber der Gedanke, dass Menschen mit Metadiskussionen und Metadienstleistungen und einer gesunden Menge Hokuspokus davon ausgehen, dass eine derzeit halbwegs passable Einnahmequelle wirklich substanziell über die nächsten Jahrzehnte einen ernsthaften Beruf ersetzen kann.

Es mag sein, dass ich Werkzeuge wie twitter einfach nicht “richtig” verstanden habe*, dass ich selbst einfach noch nicht wirklich die Blogosphäre für mich erobert habe und ich überhaupt erstmal ein Barcamp, eine Twitterlesung oder eine re:publica mitmachen muss, um das Ganze so wirklich zu verstehen. Allerdings habe ich Angst, auf die oben beschriebene gefährliche Mischung aus Halbwissen, Dreiviertelarroganz und voll-immer-dabei-sein zu treffen. Networking alleine reicht eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwann braucht auch das tollste Netzwerk mal Inhalte.

Wenn ich mir diesen Hype um den vagen Begriff Web 2.0 anschaue, habe wirklich das Gefühl, da was nicht ganz verstanden zu haben. 

Und wie ich ja schon vor einiger Zeit berichtet habe, ist es nicht etwa so, als würde ich mich den neuen Kommunikationstools verschließen. Im Gegenteil, ich nutze sie. Aber, sie sind eben für mich kein Selbstzweck.

Ich nutze sie primär für das Ziel, was ich mit diesem Weblog seit Projektstart Küchenserver verfolge und das für mich auch das wichtigste Element einer social community ausmacht: Ich möchte gerne Menschen, die ich im wirklichen Leben zu meinen Bekannten oder Freunden zähle, die Möglichkeit geben, mit mir in Kontakt zu treten und ein bisschen darüber zu erfahren, was gerade in meiner Gedanken- oder Lebenswelt vorgeht. Als Nebeneffekt fallen dabei ab und an auch noch Berichte und Bewertungen über erlebte und besuchte Orte ab.

Nicht mehr, nicht viel weniger. Aber, das ist eben wohl nicht trendy genug. Und für einen Businessplan reicht das wohl auch nicht aus. 

Vielleicht brauche ich da ja doch mal die Hilfe eines Webworkers.

*Nils (der aus Hamburg) gehört übrigens auch zu diesen twitter-Nichtverstehern, wie er selbst “zugibt“. Ebenfalls eine erfrischende hypefreie Meinung.

Werbefrei

16. January 2009
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Nachdem ich mit mir selbst immer wieder einen inneren Disput hatte, ob Werbung hier auf dem Küchenserver sinnvoll ist und wenn ja für welche Zielgruppe, habe ich mich dazu entschlossen, den Küchenserver werbefrei zu machen, ohne wenn und aber.

Auslöser dafür war, dass ich anlässlich eines nun verworbenen Blogs über meine eigene Position erneut nachgedacht habe. 

Ich behalte mir natürlich weiterhin vor, auf Dinge hinzuweisen, die ich selbst gut finde; Werbeeinblendungen, Layer-Ads, Google AdSense Links oder gar bezahlte Blogpostings, wie man sie andernorts zwischen eigenen Beiträgen findet (Trigami [bewußt nicht verlinkt] sei dank), wird es hier jedoch nicht mehr geben.

Was ich hier schreibe, tue ich nicht werbemotiviert, bezahlt oder anderweitig finanziell motiviert. Das sichert Unabhängigkeit und zerstört jeglichen Verdacht von Käuflichkeit im Ansatz.

Um konsequent zu sein gilt das auch für Affiliate-Programme. Ihr werdek keine derartigen Links mehr hier im Blog finden. Falls Ihr den Küchenserver durch einen Amazon.de Einkauf unterstützen wollt, fragt mich bitte direkt nach dem Link.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich die Affiliate-Links aus alten Beiträgen nicht entfernen werde; das würde zu viel Arbeit geben. Sofern Ihr jedoch negativ über einen Link stolpert, sagt bescheid, dann lösche ich ihn on request.

Da ich selbst recht glücklich damit bin, nicht zu werben und mich sehr bewußt dazu entschieden habe, gibt es jetzt in der rechten oberen Ecke das Logo “werbefrei”. 

Und dieses “werbefrei” gilt ab jetzt und solange es den Küchenserver noch geben wird.

Nerd Corner: Backups – Was sichern?

13. January 2009
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Wie bereits angekündigt und von Katha gewünscht schreibe ich heute ein wenig über Backups im Allgemeinen und die Besonderheiten im mobilen Einsatz. Ich werde daraus glaube ich eine Serie machen, da das Thema doch ein bisschen komplexer ist und ich Euch nicht zumuten möchte, einen 30-40 seitigen Artikel online zu lesen. Daher fangen wir mal langsam und klein mit einer Zieldefinition an:

Eine gescheite Backup- und Restorelösung bietet mir die Möglichkeit jederzeit und egal wo ich bin [eine irgendwie geartete Netzwerkanbindung vorausgesetzt], Zugriff auf von mir oder von Dritten erstellte digitale Informationen in der aktuellsten Version zu erlangen. Dies schließt insbesondere den Fall ein, dass ich meine lokale Kopie (Word-File oder so) aus Dusseligkeit oder technischem Versagen gerade nicht verfügbar habe. 

Wenn wir uns diese Definition nun näher anschauen, ergibt sich daraus eine Reihe von Besonderheiten. Fangen wir doch zunächst mal damit an, was man überhaupt sichern sollte.

Ich spreche in meiner Definition von eigenen digitalen Informationen. Dazu gehören all die Sachen, die man selbst digital erstellt hat (Fotos der Digitalkamera, Illustrationen, Sourcecode, Excel Tabellen mit Zugfahrten, Geburtstagslisten, Video- und Tonaufnahmen der Kinder) oder digitalisiert hat (eingescannte Briefe, Zeitungsausschnitte, alte VHS Tapes, die als .avi umgewandelt wurden).

Backupwürdig ist dabei meiner Meinung nach all das, was man selbst nur mit einem hohen zeitlichen Aufwand oder gar nicht mehr wiederherstellen kann. Die einzige Kopie des Videos der ersten Schritte des eigenen Kindes ist hier ein gutes Beispiel, Geburtstags- oder Adresslisten sind da schon grenzwertig. Diese Informationen sind nicht wirklich durch mich selbst “erstellt”, sondern lediglich zusammengetragen.

Gleiches gilt für Informationen, die ich mir auch wieder aus dem Internet beschaffen kann. Produkthandbücher, Softwaredownloads oder Fernsehserien sind genau wie MP3s sicherlich einfach bis mittelschwer wieder zu beschaffen.

Ein für mich gutes Beispiel ist die eigene digitale Musik-Sammlung. Diese besteht auf der einen Seite bei mir beispielsweise aus vielen Titeln, die ich bei iTunes gekauft habe und die ich nur durch erneutes Bezahlen bekommen würde. Diese sichere ich in der Tendenz schon, einfach “weil’s bezahlt ist”. Ob ich nun wirklich jedes der von mir gekauften Alben auf Dauer benötige, das könnte man auch wieder ausdiskutieren, aber das ist ein anderes Thema.

In meiner digitalen Musiksammlung befinden sich aber auf der anderen Seite auch Titel, die ich durch das Rippen meiner immer wieder überraschenden CD-Sammlung in MP3 gewandelt habe. MP3 Dateien machen einen überwiegenden Teil meines digitalen Musikarchivs aus. Gerade aufgrund der gewaltigen Datenmenge, aber auch der Tatsache, dass ich an diese Dateien wieder recht einfach – wenn auch zeitintensiv – gelangen könnte, sichere ich diese also nur, wenn es bequem und nicht zu teuer ist.

Wenn man sich nun mal den eigenen Datenbestand zu Hause anschaut, stellt man in der Regel fest, dass 80%-99% der Speicherkapazität auf den eigenen Computersystemen mit Daten gefüllt sind, die nicht einzigartig und nicht nur unter hohem Aufwand wiederherzustellen sind. Es bleiben also 1%-20% an wirklichen “Eigenen” Dateien. Diese Daten wird man also in jedem Fall sichern wollen.

Weitere 20%-30% werden sich wohl in der Grauzone befinden, in der auch meine Musiksammlung liegt. Natürlich wünsche ich mir, dass mein Backup so etwas auch speichert, aber es muss es nicht zwingend tun. Wo genau hier die persönliche Grenze liegt, dass müßt Ihr für Euch selbst bestimmen.

Bei mir und auf dem aktuellen System, an dem ich das hier schreibe, gibt es nach meiner eigenen Rechnung ca. 20 GB, die mir wirklich wichtig sind und weitere 30GB, die man sichern sollte.

Von diesen Mengen (ca. 50 GB die sich im Laufe von ca. 4 Jahren angesammelt haben) ist übrigens nur ein verschwindend geringer Teil in bezug auf die Gesamtdatenmenge (ca. 500 MB, also 1%) jemals nach Erstellung der ersten digitalen Version noch irgendwie verändert worden.

Digitale Fotos werden ja in der Regel unverändert archiviert, gleiches gilt für Musikdateien. Ich brauche hier also keine “Datei von vor drei Versionen” wiederherstellen zu können, einfach weil es nur eine digitale Version gibt.

Das sieht bei Word-Files oder PowerPoint Präsentationen ganz anders aus. Hier gibt es teilweise pro Stunde 4 neue Versionen. Von Diplom- oder Magisterarbeiten will ich erst gar nicht anfangen.

Hausaufgabe bis zur nächsten Folge: überlegt Euch mal, wie groß bei Euch die unterschiedlichen Datenmengen sind. Diese Zahlen sind nämlich elementar für die Auswahl des Backupverfahrens.

Nerd Corner: Festplattenprobleme

5. January 2009
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Ich habe mir vorgenommen, ein bisschen mehr über die Dinge zu schreiben, die mich täglich oder zumindest wochentäglich beschäftigen. Daher gibts jetzt hier auch ne Nerd Corner, in der ich über IT relevante Themen berichte, weil das halt die Themen sind, die mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit immer mal wieder verfolgen.

Starten möchte ich aus semi-aktuellem Anlass mit einem Phänomen, dass mir in letzter Zeit zu häufig sowohl im Freundeskreis als auch in eigener Erfahrung passiert ist: dem Systemcrash. 

Er kündigt sich langsam und schleichend durch nicht sauber runterfahrende Systeme an, setzt sich durch Bluescreens und gelegentliche Startschwierigkeiten fort und zeigt sich im Endausbau in den seltsamsten Fehlersituationen.

Die Ursache war dabei nach meiner eigenen Erfahrung und langen Stunden des Suchens – wenn es nicht an einem verdaddelten Betriebssystem mit Treiberproblemen lag –  in allen hardwarebedingten Fällen die Festplatte. Sofern die Platte seltsame Dinge macht und die darauf gespeicherten Daten nicht verlässlich ablegt, führt das zu einer Horde von Computerproblemen.

In nahezu allen Fällen hat eine neu gekaufte Festplatte (keine aus dem Fundus) und ein neu installiertes System das Problem insbesondere bei Notebooks aus der Welt geschafft. Vorher in Verdacht geratene Komponenten wie CPU, Speicher und Lüfter waren an den Problemen meiner Erfahrung nach unschuldig.

Leider habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass gerade bei häufigem mobilem Einsatz, der Nutzung von Standby-Modi und zunehmenden Plattengrößen dieses Problem massiv verstärkt. So habe ich selbst in den letzten 2 Jahren schon 2 Festplatten unterwegs “verschlissen”. 

Für mich ergeben sich daraus mehrere Schlussfolgerungen:

  1. Bei einem Computerproblem: Schaut Euch zunächst die Festplatte genau an! Idealerweise macht einen Sektor-für-Sektor-Test der Platte.
  2. Festplatten sind Verbrauchsgegenstände mit einer begrenzten Haltbarkeit. Das wiederum führt zu
  3. Backups sind gerade bei Notebooks absolute Pflicht. Keine Ausrede! Idealerweise sollte man diese Backups auf ein vernünftig gemanagtes Storagesystem oder auf einen entsprechenden Cloud Service packen. Details und Konzepte vielleicht in einem zukünftigen Blogpost.
  4. Man muss damit rechnen, ein bis zwei Mal pro Jahr eine Systeminstallation durchzuführen. Hier gibt es mehrere Techniken, die die leidigen Installationsorgien ersparen. Disk Images oder geskriptete Installationen sind hier hilfreich.
  5. Vielleicht sind Solid State Disks aufgrund fehlender mechanischer Teile weniger anfällig gegenüber Veränderungen. Da ich diese Technik jedoch leider noch nicht über einen längeren Zeitraum täglich einsetzen konnte, fehlen mir hier die Erfahrungswerte.
  6. Führt eine Installations-CD oder ein Linux auf dem USB Stick gerade auf Reisen mit Euch.

Für eine schnelle Notlösung reicht aber auch in den meisten Fällen ein Computerladen und ein Kiosk, in dem man eine Linux-Zeitschrift-mit-aktuellem-Ubuntu-auf-DVD erwirbt. Hat mir auch letztlich in Karlsruhe den Abend gerettet.

Umfrageergebnisse, Feedback und Kontakt


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Vor Kurzem hab ich ja eine Umfrage unter meinen Lesern geschaltet. Dabei war ich zunächst sehr von den tollen Auswertetools bei Google mit Torten- und Balkendiagrammen und der allgemeinen Einfachheit des Handlings sehr positiv überrascht. Aber ich bin ja auch ein bekennender Google-Fan.

Inhaltlich habe ich herausgefunden, dass mindestens 20 Personen mein Blog lesen (auch wenn zwei behaupteten, das nicht zu tun?), davon ein sehr großer Teil seit über zwei Jahren. Die weiteren Ergebnisse waren nicht besonders verwundernswert, die Hälfte der Leser hat mich über einen Feedreader abonniert, die andere Hälfte liest mich direkt über www.kuechenserver.de.

Was mich jedoch überrascht hat, ist wie viele Menschen doch die Werbung stört. Daher ist “per default”, sofern Ihr nicht über Google auf mein Blog kommt, seit ein paar Tagen sämtliche Werbung deaktiviert.

Die Einnahmen waren eh gering, und andere Projekte wie gratis-lovecheck.de [wo ich natürlich niemals ein *logfile* über die Eingaben führen würde] bieten sich auch eher für Werbung an. Von nun an sollte der Küchenserver also für Euch – bis auf Amazon Links auf Sachen, von denen ich selbst so überzeugt bin, dass ich drüber blogge – werbefrei sein. 

Daher: Auf Nimmerwiedersehen Amazon-Sidebar, adieu Google Werbeblock rechts.

Weiterhin hat mich stark verwundert, dass die Ladezeiten von Euch als recht gut bewertet werden. Das kann aber auch mit der allgemeinen Verschlankung der Seite zu tun haben oder damit, dass Ihr eben alle im Feedreader lest.

Die anderen Ergebnisse  fallen ins statistische Mittel. Was mir jedoch noch im Kopf geblieben ist, ist die Bitte, doch mal wieder ein bisschen regelmäßiger zu schreiben. Mal schauen, ob ich dieser Bitte in den kommenden Monaten wieder besser nachkommen kann.

Um neben der Umfrage weitere Möglichkeiten der Verbesserung zu geben, gibts jetzt einen Feedback-Knopf auf allen Seiten und die Möglichkeit, sofern ich online bin, Rückfragen direkt auf der Site an mich via Chat zu stellen. Fancy, eh?

So, jetzt aber erstmal genug mit dem Versuch, es auch in meinem Blog allen möglichen Menschen recht zu machen und zurück zum Tagesgeschäft. Und das wird im nächsten Blogposting wörtlich zu verstehen sein.


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Amsinckstrasse 44 steht wieder leer

4. January 2009
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In den letzten Wochen und Monaten fragte ich mich, was denn aus dem so ambitionierten Wohnprojekt der Bleibe Hamburg in der Amsinckstrasse 44 geworden sei. Die Antwort findet sich inwischen im Internet. Vor einem halben Jahr wurde wohl auf Druck des Immobilienbesitzers der Mietvertrag der Bleibe aufgelöst und die Untermieter der Amsinckstrasse 44 mußten leider ausziehen. Nachlesen kann man das Ganze auf Indymedia hier und hier etwas genauer.

Zu den genauen Hintergründen kann ich leider nichts sagen, ich selbst kann jedoch auch die Situation der Bleibe-Leute nur zu gut nachvollziehen, immerhin waren diese – entgegen meines Wissens – nicht neuer Inhaber des Gebäudes an der Amsinckstrasse. 

Derzeit steht die Amsinckstrasse 44 mal wieder leer, ist aber zumindest durch die Zwischennutzung jetzt hübsch bunt angestrichen worden. Was jedoch aus den weiteren Renovierungsarbeiten wird und welche Ergebnisse das Ganze haben wird und vor allem welche Gruppe als nächste in das Gebäude einzieht, darauf bin ich genauso gespannt wie Ihr auch.

Vielleicht wäre das Gebäude im Kauf ja eine wunderbare Location für die Attraktoren? Soweit ich informiert bin, gehört das Gebäude der c-base ja auch den Protagonisten dieses Projekts…

Sobald es von außen sichtbare Neuigkeiten gibt, halte ich Euch natürlich auf dem Laufenden.

Telefonchaos: Kabel Deutschland, alte MSNs und Rufnummernrouting

2. January 2009
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Ich bin zwar Diplom-Informatiker Fachrichtung Telekommunikation, aber so langsam wird auch mir mein Telefonchaos hier zu Hause zu hoch. Daher dachte ich, dass ich meine geneigte Leserschaft mal um einen Rat bitte. Folgende Knobelaufgabe stellt sich also:

Ist-Situation:

Derzeit ist unsere Telefonsituation schon komplex, aber noch überschaubar. Wir haben derzeit einen Alice-ISDN-Anschluss (echtes ISDN, wir leben ja in Hamburg), auf dem 3 Rufnummern ankommen. Zwei dieser drei Rufnummern werden über unsere FritzBox an zwei Telefone verteilt und dort auch jeweils als ausgehende Rufnummer angezeigt. Die dritte Rufnummer läuft direkt auf das in der FritzBox eingebaute Software-Faxgerät und auch hier wird diese Rufnummer für ausgehende Faxe signalisiert. Die drei Rufnummern sind natürlich an einen Vertrag gebunden und MSNs. Wir nutzen diese Rufnummern ausgehend, da wir hier auch eine Telefonflatrate haben.

Zusätzlich gibt es noch einen Sipgate-Account, der ebenfalls via VoIP auf der FritzBox terminiert und auf dem eine alte Rufnummer quasi “geparkt” ist. Diese Rufnummer wird ebenfalls auf eines der beiden Telefone geschaltet, wird jedoch ausgehend nicht mehr signalisiert.

Desweiteren gibt es auch noch eine bei 1&1 terminierte Faxnummer aus dem Karlsruher Ortznetz, die per Mail zu mir gelangt, einen weiteren sipgate.de Basic Account und einen dus.net Account.

Als Hardware haben wir folgende Devices hier im Haushalt:

  • FritzBox mit ISDN/Analoganschluss und zwei Telefonanschlüssen analog ausgehend, die derzeit auch das WLAN bereitstellt
  • Zwei DECT-Analogtelefone
  • Ein analoges schnurgebundenes Telefon
  • Ein Server, auf dem auch VMWare Images laufen können
  • Einen Internetanschluss über Kabelmodem
  • Einen ATA für Analogtelefone zu SIP Konvertierung
  • Ein Multifunktionsdrucker mit Faxfunktion
  • Zwei WLAN fähige VoIP Telefone

Veränderungen zum 14.01.2009:

Ich habe beschlossen, dass wir unseren Internetprovider wechseln, insbesondere, da wir in der Zeit vor dem Wechsel massive Probleme mit der Stabilität des DSL Anschlusses hatte. Kabel Deutschland hat uns mit Werbung nahezu bombadiert und das Angebot las sich auch sehr gut.

Das einzige Problem ist, dass Kabel Deutschland keinen ISDN Anschluss anbietet und man auch nicht die Telefonanschlüsse per VoIP terminieren kann. Es baumeln also zwei Analoganschlüsse aus dem Kabelmodem heraus, so dass wir maximal zwei Rufnummern unterscheiden könnten. Dafür bietet Kabel Deutschland eine netzseitigen Anrufbeantworter und kann auch bis zu sechs Rufnummern auf den Anschluss binden. Man kann die Rufnummern jedoch nur einem der beiden Analogports zuweisen und an diesen Anschlüssen kann man die Rufnummern dann aber nicht mehr ausdifferenzieren, da man bei einem Analoganschluss ja im Gegensatz zu einem ISDN Anschluss nicht mehr die angerufene Rufnummer übermittelt bekommt.

Zum 14.01.2009 fällt jetzt der Alice-Anschluss weg und die MSNs werden zunächst auf einen kostenlosen sipgate.de Account portiert.

Wunschszenario:

Folgendes Zielszenario wünsche ich mir:

Mindestanforderungen: 

  • Alte Rufnummern sind weiterhin verwendbar, laufen mindestens auf einen Anrufbeantworter (providerseitig oder hier lokal) auf.
  • Wir können ausgehend telefonieren und sind unter einer Rufnummer erreichbar.
  • Es gibt eine Möglichkeit, Faxe zu empfangen und zu versenden.
  • Es gibt einen Anrufbeantworter, entweder netzseitig oder bei uns.

Wunschfeatures:

  • Die alte Faxnummer funktioniert weiterhin zum Empfang von Faxen und idealerweise auch zum Versand
  • Wir können unter den alten Festnetzrufnummern angerufen werden
  • Es gibt eine Unterscheidung zwischen 
  • Anrufe ohne Rufnummernübermittlung werden unterdrückt und direkt an einen Anrufbeantworter oder ins Nirwana weitergeleitet
  • Wir können weiterhin auf den alten Rufnummern ausgehend Telefongespräche führen
  • Wir können fallweise die Rufnummernübermittlung ausgehend zu unterdrücken

Das Ganze soll natürlich möglichst kostengünstig sowohl im Hinblick auf den einmaligen Betrieb als auch im Hinblick auf die laufenden Kosten sein. Natürlich weiß ich, dass man für wenig Geld nur wenig Leistung bekommt, aber es sollte halt im Rahmen bleiben.

Mögliche Lösungsszenarien:

Ich habe ein paar Ideen, wie ich dieses Chaos auflösen könnte. Folgende hatte ich schon angedacht:

  • alte Rufnummern alle auf die sipgate.de Anrufbeantworter laufen lassen, Inka und ich haben eine gemeinsame Festnetzrufnummer (oder jeder auch eine), Fax machen wir über 1&1 und zahlen halt, wenn wir mal ein Fax versenden oder machen das ausgehend über unsere Festnetzrufnummer
  • Anbindung der alten Rufnummern über sipgate.de an die FritzBox, drittes DECT Telefon zum “Raustelefonieren”
  • Wechsel der Rufnummern zu dus.net oder sipgate.de Plus Tarif, Nutzung der FritzBox für eingehende und ausgehende Telefonate über VoIP und Ignorieren der Kabel Deutschland Telefonfunktion

Ich würde mich jedoch massiv über Vorschläge von Euch freuen; ich bin nämlich momentan in einer Art Totenstarre was die Lösungsmöglichkeiten angeht.

Danke dafür im Voraus!

Grafitti nervt

1. January 2009
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Wer mich kennt, der weiß über mich, dass meine politische Meinung absolut gegenläufig zu der der NPD ist. Dennoch finde ich die Aktion der Jungs und Mädels aufm 25c3 nicht ganz so gut wie Katha.

Der Grund dafür ist einfach und ähnlich zu werten wie Aktionen des schwarzen Blocks: Man tut hier illegale Dinge, um die eigene politische Meinung in einer zweifelhaften Art und Weise darzustellen. Natürlich ist es spannend und sicherlich auch fürs eigene Ego befriedigend, wenn man seltsame Webinhalte offline bringt oder dahingehend modifiziert, dass Affen mit Hakenkreuzbande auf der Startseite diverser NPD-Websites zu sehen sind. 

Das ist sicherlich nach ein paar Sportzigaretten und ein paar Tagen chronischem Schlafmangel für den Moment lustig und die NPD ist ja auch ein ohne Frage großartiges und populäres Ziel für eine solche Aktion, aber so ein Angriff ist eher wenig nachhaltig.

Dass nahezu zufällig und ohne politischen Hintergrund eine ganze Reihe von weiteren Websites aufgemacht wurden und ebenfalls zerstörerisch gewütet wurde, ist im heise.de Artikel natürlich nicht erwähnt. Aber es gibt halt immer wieder diese Kinder, die es toller finden, Sandburgen kaputtzutrampeln statt sie aufzubauen. War schon im Kindergarten so und über dieses Niveau sind Defacer wahrscheinlich nicht hinausgekommen.

Am Ende des Tages führt der “Angriff” gegen die NPD meiner Meinung nach zu einem eher negativen Effekt: Die Modifikationen sind recht schnell beseitigt, die rechte Szene hat eine “Opfer” Story zu erzählen und so wirklich relevant ist es nicht, Webseiten zu defacen. Ich glaube nicht daran, dass auch nur ein NPD Anhänger durch die Modifikation einen Gedankenanstoß bekommen hat. 

Ähnlich effektiv wäre es, Anti-NPD-Grafitti an die Parteizentralen zu sprühen. Bringt wenig, ist zerstörerisch und unrechtmäßig. Und gerade gegenüber Parteien, die es vorzüglich verstehen, immer haarscharf auf der “richtigen” Seite des Gesetzes zu operieren, wenn auch die allgemeine politische Ideologie mehr als fragwürdig ist, ist kein Vorgehen, dass das Gesetz verletzt, akzeptabel. Dadurch besteht nämlich die grosse Gefahr, dass sich diese Organisationen als Opfer profilieren können.

Es wurden zwar hier und dort Informationen aus den Systemen extrahiert, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, aber diese ggf. nützliche Arbeit würde überlagert und den Betreibern der Site durch die Grafitti-Defacements offenbart. 

Reaktion war eine schnelle hektische Aktion, um die Lücken zu stopfen, die Zugänge zu den zu extrahierenden Informationen wahrscheinlich auch geschlossen haben. Die Möglichkeit, hier analytischer vorzugehen und mehr Daten zu analysieren und anschließend öffentlich zu machen, ist damit wahrscheinlich nicht mehr gegeben.

Was bleibt waren 5 Minuten Ruhm und ein flaues Gefühl im Bauch.

Meine Bitte daher für den nächsten C3: Lasst bitte Euren Geltungsdrang zu Hause und überlegt, ob der eigene Ruhm wirklich wichtiger als konstruktives Vorgehen ist.


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