Category: Das erste Mal

  • Das erste Mal: allein tanzen

    Thomas hat es schon mehrere Monate probiert. Er schwärmte schon seit gefühlt Herbst von der ominösen TÄHSS-Party im Capitol in Hannover; eine Deutschrock-Party, die man nicht verpassen dürfe.

    Am ersten Februarsamstag war es dann soweit, ich habe mich breitschlagen lassen und diesen einmaligen Event auch besucht. Leider war die gespielte Musik jedoch nicht so wirklich meins und leider waren meine normalen Übernachtungsmöglichkeiten in Hannover diesmal auch unpässlich. Was blieb also um 3h morgens, als wir die Party verließen?

    Das erste Mal alleine tanzen gehen bis zum ersten ICE nach Hamburg. Ziel war die Sansibar in Hannover, in der zumindest halbwegs brauchbare Musik gespielt wird.

    Und, was soll ich sagen: auch wenn ich es anfänglich für ziemlich traurig hielt, allein loszuziehen, macht Tanzen itself zu guter Musik doch enorm Laune. Vielleicht mache ich das ja jetzt häufiger, wenn die normale Partymeute unpässlich (Heilfasten, Juristinnen treffen, in Bonn sein) ist….

  • Das erste Mal: Die ultimative Lobhudelei

    Aufmerksame Blogleser werden es wohl merken: ich will ihnen mal wieder eine neue Rubrik unterschieben, um somit noch mehr Ruhe in der ersten Monatshälfte zu haben.

    Und, was soll ich sagen: Ihr habt recht.

    Analog zur entsprechenden Rubrik in “Zimmer Frei!” – einer meiner erklärten Lieblingssendungen im deutschen Fernsehen (falls ich denn mal durch Zufall Sonntag vor der Glotze hänge) – werde ich hier ausgiebig und stark gefärbt von Dingen schwärmen, die ich gut finde.

    Da ich sehr schnell von Dingen zu begeistern bin, die ich regelmäßig für wahlweise “die beste Erfindung seit geschnitten Brot”, “das ultimative Must-Have!”, “die beste Anschaffung meines Lebens” oder “die beste Idee des letzten Jahrzehnts” erkläre, sollte ein Eintrag pro Monat zu machen sein.

    Also, lasst Euch die Tage mal behudeln! (nein, da mache ich jetzt keinen Wörterbuch-Post draus)

    [kurz hinter München Hbf, Jack Johnson – The 3 R’s]

  • Das erste Mal: kuechenserver.org Zeitgeist 12/2006

    Hallo liebe Leserschaft!

    animiert von einem großen international agierenden Suchmaschinenbetreiber habe ich beschlossen, Euch auch zu verraten, was Menschen auf meine Webseite zieht. Analog zum Zeitgeist des großen Anbieters werde auch ich monatlich (immer so um und beim Ersten, diesmal leicht später) Statistiken über die meistgesuchten Phrasen, die zu Besuchen meines Weblogs geführt haben, berichten.

    Beginnen wir mit der Top 10 des Dezember 2006:

    SuchbegriffHäufigkeitAnteil an allen Suchenweihnachtsmail42327.2 %
    lustige weihnachtsmail1449.2 %
    tamtai271.7 %
    weihnachtsmail lustig231.4 %
    powerpoint karaoke211.3 %
    anetta politi201.2 %
    tamtai hamburg120.7 %
    lustiges weihnachtsmail100.6 %
    weihnachtsmail 2006100.6 %
    einweihungsparty90.5 %

    Interessant dabei ist, wie viele Menschen sich für das Tamtai interessieren, aber auch wie viele Menschen offensichtlich unkreativ nach einer Weihnachtsmail suchen. Immerhin, über das TamTai habe ich immerhin inhaltlich wertvoll gebloggt, zum Thema Weihnachtsmail findet sich jedoch nur eine sehr interessante Sache, die mir 2005 in die Inbox geflattert ist.

    Mich würden aber Eure Schlussfolgerungen interessieren und auch insbesondere, was ich aus diesen Suchmaschinenerkenntnissen gewinnen soll. Ihr solltet ja inzwischen wissen, wie man die Kommentarfunktion nutzt…

  • Das erste Mal: Karneval in Hamburg feiern

    Spät kommt der Bericht, aber er kommt – im Gegensatz zur Zugspitzen-Story:
    11.11. Ganz Hamburg ignoriert Karneval? Ganz Hamburg? Nein! Ein kleines DorfEine kleine Kneipe am Fleet feiert, was das Zeug hält. Diese Kneipe nennt sich StäV und ist bei unseren vorherigen Besuchen nicht besonders gut weggekommen.

    Wie Marcus jedoch bereits berichtet hat, war die Karnevalsfeier in der StäV eine echte Ausnahme. Wie bereits angekündigt haben wir Rheinländer in der StäV Karneval gefeiert – im Gegensatz zur Ankündigung war ich dabei jedoch nicht in ein Piratenkostüm, sondern in einen Bademantel (mit Handtuch) gehüllt und stilecht auch mit einem Anhalter bewaffnet.

    Lustigerweise flog mir auch direkt, als ich den Fuß in die Tür der StäV setzte, eine Blondine mit den Worten “Hey, ich weiß wer Du bist, ich hab den Film erst letzte Woche gesehen und fand ihn lustig” (sic!) um den Hals.

    Aufgrund des allgemeinen Getümmels habe ich mich jedoch nicht weiter mit ihr unterhalten können.

    Bevor wir jedoch überhaupt erst in den Laden einkamen, war Geduld angesagt. Da die Schlange gegen acht so lang war, dass wir ne gute Stunde hätten draußen warten müssen, haben wir die Zwischenzeit durch den Besuch eines Irish Pub in Rathausnähe abgefedert – jedoch zwischenzeitlich wieder in Zivil gehüllt.

    Gegen elf war dann der Besuch der StäV wieder möglich und mein Kostüm hat sich als durchaus gelungen herausgestellt – das Klima, falls man es denn überhaupt noch so nennen kann, innerhalb der Kneipe war zumindest eher Sauna als alles andere.

    Entsprechend aufgeheizt war aber auch schon die Stimmung, so dass wir nach ein, zwei Bieren genau wie die umliegenden Rheinländer wild mitsingend und -schunkelnd in der Gegend herum standen. Lustig dabei, wie sehr sich doch Texte und anderes rheinisches Kulturgut im Unterbewußtsein verankern. Ebenfalls lustig waren auch die hilflos herumstehenden und nicht-textsicheren Hamburger, die offensichtlich mitgeschleppt wurden. Jedoch hat sich der Großteil dieser Gruppe dann auch schnell eine andere Beschäftigung für den durch Mitsingen nicht sonderlich belasteten Mund gesucht.

    Alles in allem muss ich sagen, dass der Event vom Partyfaktor her durchaus dem Rheinland das Wasser reichen kann. Und wie Sina und Marcus auch muss ich zugeben, dass ich in der alten Heimat eine entsprechende Veranstaltung wahrscheinlich weiträumig gemieden hätte – wenn ich mich recht erinnere, habe ich Sessionseröffnung vorher noch nie in meinem Leben gefeiert…

    Am darauffolgenden Tag haben Sina und ich die StäV übrigens noch einmal besucht und wurden, da wir uns mit dem Betriebsleiter des Ladens – seines Zeichens ebenfalls Rheinländer – auf dem Weg nach Hause noch kurz unterhalten hatten, sogar mit Handschlag begrüßt. Und unsere vorlaute Meckerart hat uns dann auch noch ein kleines Kölsch eingebracht, doch das ist wieder eine andere Geschichte; kleiner Tip: achtet mal auf die Eingangstür…

    Fazit: Ich werde den Laden ab sofort auf jeden Fall häufiger aufsuchen.

    [Wolfgang Niedecken und die WDR Big Band – Für’ne Moment; im ICE kurz vor Göttingen]