Tag: Hamburg

  • Zeitungszwischenstand

    Nach einer Woche* Zeitungstest hier ein kurzer Zwischenstand dessen, wie es uns zu Hause so mit einer Zeitung ergeht:

    • Das Hamburger Abendblatt wurde an den ersten beiden Tagen in die Haustür geklemmt. Sicherlich, das ist praktisch für den Boten, jedoch in einem 400-Mitarbeiter-Bürohaus kann es dann schonmal passieren, dass die Abendblatt Ausgabe auf magische Art und Weise verschwindet…
    • Inzwischen wird jedoch das Abendblatt brav in den Briefkasten geworfen. Das funktioniert erstaunlich gut und so könnte man, wenn man denn wollte, morgens schon zum Frühstück eine Zeitung lesen.
    • * Die zweite angetestete Zeitung – die taz – wurde uns entgegen der Ankündigung per Brief erst gar nicht zugestellt – dem Kurierfahrer war der Weg zu uns zu weit; dumm nur, dass er das seinem Chef erst am dritten Tag der geplanten Zustellung mitteilte.. ab heute sollen wir also die taz per Post bekommen.
    • Der Regionalteil des Abendblatts ist sicherlich lesenswert; die restliche Aufmachung ist ein wenig sensationsgeil, aber mein Hauptanliegen an die Zeitung wird erfüllt.
    • Von sechs Ausgaben habe ich jedoch nur eine halb gelesen, Inka hat nichtmal dafür die Zeit gefunden. Es scheint also, als wären wir einfach kein Zeitungshaushalt.

    Fazit: Es wird wohl beim Probeabo bleiben…

  • Kinosterben

    Hamburg cityhall, Germany

    Image via Wikipedia

    Bei Nils im Blog (dass ich sehr gerne lese, nur in der Tat viel zu selten kommentiere ) las ich just, dass neben dem Grindel nun auch das Studio-Programmkino dichtgemacht werden soll . Das empfinde ich als sehr schade, schließlich habe ich hier vor über drei Jahren das erste Mal die gemütliche Atmosphäre eines Ein-Kino-Betriebs in meiner so geliebten neuen Heimat genossen.

    Statt interessantem Programmkino werden aber dort weitere unnütze Büroraum-qm in einer Stadt gebaut, die eh schon durch Grossmann+Berger Plakate gepflastert ist. Hamburg ist eine Stadt, in der Büroräume für kleines Geld, teilweise jahrelang mietfrei als Gegenzug zu längerfristigen Vertragsbindungen fast wie Sauerbier angepriesen werden, auf der anderen Seite ist Wohnraum hier ein vergleichsweise teures Luxusgut.

    Wie Nils richtig bemerkte, verändern Umwandlungen in Büroflächen ganze Viertel durchaus negativ. Wie dies im Extrem aussieht, kann man ja an meinem wochenends und nach 18h ausgestorbenen Viertel erleben.

    Die HafenCity ist natürlich auch ein wunderbares Beispiel für diesen Trend der totgeborernen Stadtteile durch Mangel an Wohnflächen und Infrastruktur zugunsten (preiswerten?) Büroraums.
    Ich muss mir zugegeben an die eigene Nase fassen, weil ich auch im letzten halben Jahr so gut wie nicht mehr in einem Kino war und daher vielleicht mitverantwortlich für den Umsatzrückgang und die wirtschaftliche Fragwürdigkeit von Kinos bin; auf der anderen Seite gehört eine lebendige Kinoszene (auch mit Filmen im Orginalton ala Grindel) für mich einfach zur förderungswürdigen Kulturszene der zweitgrößten Stadt Deutschlands.

    Auch wenn die entsprechenden Einrichtungen nicht ständig frequentiert werden, für mich war es immer ungemein beruhigend, einen Film im Orginal schauen zu können, wenn ich es denn gewollt hätte.

    Hamburg setzt aber in puncto Kulturförderung wohl eher auf die neue Elbphilharmonie und andere monumentale Geldgräber, statt alltägliche kulturelle Dinge zu fördern.

    Meine Meinung zur Zeitungsmisere in Hamburg ist ja hinlänglich bekannt, die Open-Air-Kinokatastrophe gerade noch abgewendet….

    … fragt sich nur, wo diese Alltagskulturignoranz noch hinführt.

  • IMified und Remember The Milk

    In Hamburg sein hat einfach sehr viele Vortele. Einer davon ist, dass man die Zeit und Muße hat, mal ein wenig die eigenen Todos aufzuräumen.

    Ein Geek muss das natürlich IT gestützt machen, weswegen ich seit längerer Zeit Remember The Milk nutze.

    Großartig ist, dass ich dieses tolle Tool jetzt auch aus meinem Instant Messenger heraus bedienen kann; IMified sei dank.

    Dieser Blogeintrag ist übrigens auch so entstanden…

  • Zeitung für Hamburg

    The smaller Alster (Binnenalster) lake at dusk.Image via Wikipedia

    Wie in meinem Bekanntenkreis vielleicht bekannt ist, bin ich derzeit wieder häufiger und sehr gerne in Hamburg und auch tatsächlich zu Hause in meiner Wohnung anzutreffen.

    Schade ist nur, dass ich viel zu wenig davon mitbekomme, was denn gerade in meiner eigenen Stadt so abgeht:

    Wenn man von Hagenbecks 101tem Geburtstag erst am Tag danach erfährt, wenn man (fast) gar nicht mitbekommt, dass das Open Air Kino auf dem Rathausmarkt gefährdet war, dann wird es Zeit, die eigene Informationsversorgung zu optimieren.

    Da ich mich – nach Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste, eines Schuhanziehers und Hausschuhen – eh schon für ein bürgerliches Leben entschieden habe, ist das Abonnement einer Tageszeitung also der konsequent nächste Schritt, um täglich frische, redaktionell aufbereitete und schnell zu erfassende Lokalinformationen zu erlangen.

    Hamburg ist ja bekanntermaßen ja auch eine Medienmetropole mit vielen Verlagen und noch mehr Druckerzeugnissen (darunter auch der Spiegel oder die Zeit), also sollte es ja nicht so schwierig sein, eine brauchbare Tageszeitung zu bekommen…. dachte ich!

    Die Alternativen stellen sich derzeit wie folgt dar:

    • Hamburger Abendblatt – Springer-Presse-Erzeugnis
    • Hamburger Morgenpost (Mopo) – auf Bildzeitungs-Niveau
    • Bild Hamburg – das Schlechteste aus Mopo und Abendblatt kombiniert
    • taz Hamburg – müsste man sich mal näher anschauen, mein Vorurteil ist: mir zu anstrengend

    So richtig klasse finde ich davon glaube ich kein Blatt. Werte Leserschaft, welche Alternative würdet Ihr denn an meiner Stelle wählen?

    Und wehe, hier kommt mehrheitlich Bild raus….